Di, 21/03/17 Performance: SCHWABINGGRAD BALLETT

SCHWABINGGRAD

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Zwei musikalisch-politische Kollektive, ein Album und eine Menge Begeisterung: „Durchgängig interessant und anregend, so dass man stetig weiterhören will“ schreibt die „Junge Welt“ über das Album „Beyond Welcome“ von Schwabinggrad Ballett & Arrivati. „Mit das Beste, was dieser Tage zu hören ist“ resümiert die „Jungle World“.

„Beyond Welcome! ist eine Reise ins Herz der Finsternis der Festung Europa – und eine Aufforderung zum Kampf“, heißt es in der „Intro“ und in der „Spex“ steht: „Mal schweißtreibend, mal schwelgerisch, gleichzeitig zeichnet die Vielfalt der Stimmen und Klänge ein glaubwürdiges Bild des Landes nach der Utopie (…) Bezeichnend heißt dieses tolle Album: Beyond Welcome! Bitte mehr davon“ (SPEX)

Das Schwabinggrad Ballett, ein Polit- und Performancekollektiv, das sich zur Jahrtausendwende in Hamburg gegründet hat, hat im Frühjahr 2014 angefangen mit der Gruppe Arrivati zusammenzuarbeiten – ein Zusammenschluss von Refugees und People of Colour. Auf Demos und in Interventionen auf der Straße haben die beiden Kollektive eine Art experimentelle Tanzmusik entwickelt, gespielt auf Instrumenten, die man auf die Straße schleppen kann: Schrottige Schlagzeugteile, analoge Synthesizer, Melodica, Glockenspiel, Congas, Neunziger-Jahre-Sampler oder dem Böhmat, eine Sechziger-Jahre-Orgelmaschine von brechtschem Format.

Aus diesen Musikentwürfen ist das Album „Beyond Welcome“ entstanden. Es handelt vom Grenzregime, von Jazz, Postpunk, elektronischer Afro-Kraut-Musik, von den Deutschen und den Nichtdeutschen, vom Zusammenkommen jenseits einer Willkommenskultur, vom Durchhalten ohne Papiere, von sozialen Tänzen, von der Nato, von Yoruba-Göttern, vom Eurozentrismus, von den Unmöglichkeiten, eine andere Welt denken, geschweige denn durchsetzen zu können.

Schwabinggrad Ballett und Arrivati sind: Dieudonné Eboth, Jeano Elong, Ted Gaier, Charalambos Ganotis, Sylvie Kretzschmar, Latoya Manly-Spain, Heiko Marn, Heike Nöth, Peter Ott, Liz Rech, Christine Schulz, Oumar Traore, Margarita Tsomou, Christoph Twickel, Asuquo Udo und eine Menge Leute, die an unseren Interventionen, Performances und Konzerten in den letzten Jahren teilgenommen haben.

www.schwabinggrad-ballett.org